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    19.04.2008

    # 12

     

     PETACCHI AUF DEN SPUREN ALEXANDERS DES GROSSEN       

            Die sechste Etappe der Türkei-Rundfahrt war ihm auf den Leib geschnitten. Alessandro Petacchi (Milram) hat die Gelegenheit zum Sieg in der Bucht von Antalya nicht ausgelassen: Dort, wo Alexander der Grosse sein  Winterquartier aufgeschlagen hatte, gewann der Italiener seine zweite Etappe nach seinem ersten Erfolg am Montag in Kudasasi. Obwohl Petacchi an einer Bronchitis leidet, konnte er zwei Radlängen zwischen sich und den
    Maximiliano Richeze (CSF-Navigare) sowie den Spanier Javier Benitez (Benfica) bringen. David Garcia Dapena (Karpin Galicia) verteidigte die Gesamtführung.

            Erneut stand die Etappe unter dem Zeichen einer Ausreissergruppe, die sich ab dem 12. Rennkilometer formierte. Neun Fahrern gelang die Flucht vor dem Hauptfeld, initiiert durch den früheren U23 Zeitfahr-Weltmeister Dominique Cornu (Silence-Lotto) sowie dem Deutschen Danilo Hondo (Serramenti). Rubens Bertogliati (Saunier Duval), Aïtor Perez (Extremadura), Andrey Zeits (Astana), Martin Mares (PSK-Whirlpool), Sander Oostlander (Hollande), Mindaugas Striska (Mitsubishi-Jartazi) und Zolt Der (Centri della Calzatura) machten die Gruppe komplett.

            Die Ausreisser fuhren einen maximalen Vorsprung von drei Minuten heraus. Das Team Milram, auf der Hut nach der verpassten Chance vom Vortag, begann jedoch früh mit der Nachführarbeit und holte die Fluchtgruppe 28 Kilometer vor dem Etappenziel ein. Doch die dadurch aufgebrauchte Energie fehlte der Mannschaft am Ende. Petacchis ?blauer Zug? kam im Finale nicht in Schwung, und ?Ale-Jet? musste sich allein durchkämpfen. Kein gutes Vorzeichen drei Wochen vor Beginn des Giro d?Italia.

            ?Ich habe diese Woche zwei Mal gewonnen?, kommentierte Petacchi im Ziel, ?aber mein Team konnte mir den Sprint nicht anziehen, weil die Verfolgung der Fluchtgruppe es zuviel Kraft gekostet hatte. Meine Kameraden haben sich aber nicht unterkriegen lassen. Im Finale habe ich von der Arbeit der CSF-Navigare-Mannschaft profitiert ? deren Männer sind den ganzen Tag im Windschatten gefahren. Es zeugt nicht von sehr viel Sportsgeist, drei Etappen gewonnen zu haben und uns schliesslich die ganze Arbeit machen zu lassen. Ich bin froh, zwei Mal der Schnellste gewesen zu sein. Mein erster Sieg musste jedoch durch ein Fotofinish entschieden werden, und ich wollte einen deutlicheren Erfolg. Das habe ich erreicht, aber meine Bronchitis macht mir bei diesen heissen Temperaturen wirklich zu schaffen. Ich hoffe, dass ich morgen besser atmen kann.?

            Der Träger des Gelben Trikots, David Garcia Dapena (Karpin Galica), kann allerdings allmählich durchatmen.? Ein weiterer Tag führe ich die Gesamtwertung an; ein Tag weniger bis zum Ziel?, sagte der erleichterte Spanier. ?Gut, dass Petacchi heute gewonnen hat ? das wird ihn anspornen, morgen dasselbe zu tun. Auf diese Weise müssen meine Teamkameraden nicht so viel arbeiten.?

     

     

    18.04.2008

    # 11

     

     MATTEO PRIAMO IST AUF DEN GESCHMACK GEKOMMEN       
           
            Drei Tage, nachdem er die Konkurrenz in Marmaris schlug, hat Matteo Priamo seiner CSF-Navigare Mannschaft den dritten Etappensieg auf der Türkei-Rundfahrt geschenkt. In der Orangenstadt Finike war der Italiener schneller als seine sechs Fluchtgruppen-Mitstreiter. Der Spanier David Garcia Dapena (Karpin Galicia) verteidigte die Gesamtführung.

            Nach dem Etappenstart in Kalkan ging es eine beeindruckend steile Rampe hinauf, die die Fahrer perfekt auf das kürzeste Teilstück der Rundfahrt vorbereitete. Denn der Wind an der ebenso beeindruckend schönen
    Mittelmeerküste machte den Etappenanfang höchst spannend.

            Eineinhalb Stunden lang wurde ohne Unterlass attackiert, und sogar die starke Milram-Mannschaft um ihren Kapitän Alessandro Petacchi wurde zeitweise Opfer der Windkanten. Der "blaue Zug" des Star-Sprinters schaffte es dennoch, wieder an die Führungsgruppe aufzuschliessen, und als Jose-Alberto Benitez (Saunier Duval) das Trikot des besten Bergfahrers vor Cesar Veloso (Karpin Galicia) sicher hatte, kam für sieben Fahrer der ideale Moment, sich endgültig abzusetzen.

            Obwohl Matteo Priamo, Gabriele Missaglia (Serramenti), Dries Devenyns (Silence-Lotto), Assan Bazayev (Astana), Gregory Rast (Astana), Josu Mondelo (Extremadura) und Francesco Reda (NGC Medical) zwar nie einen Vorsprung von über zwei Minuten hatten, erreichten sie Finike eine Minute vor dem von Milram und Lampre angeführten Feld. Bei starkem Gegenwind auf der Zielgeraden war Priamo letztendlich der Stärkste vor Missaglia und Bazayev.

            "Ich bin schnell genug, eine kleine Gruppe zu schlagen", kommentierte Priamo im Etappenziel. "Und ich komme gut über die Berge, daher war die heutige Etappe für mich massgeschneidert. Es ist toll, sogar zwei Mal zu gewinnen. Das sollte eigentlich genug sein, aber wenn morgen die Beine nochmal mitmachen, könnte ich mein Glück erneut versuchen! "

            Auch Garcia Dapena hatte in Finike Grund zu lachen, denn die Chancen des Spaniers stehen gut, am Sonntag seinen Namen auf die Siegerliste der Türkei-Rundfahrt zu setzen.

            "Es gab zu Anfang der Etappe viele Attacken, doch die Ausreissversuche haben sich schliesslich selbst eingeholt", sagte der 30-Jährige. "Das kam mir zupass. Danach fuhr Saunier Duval für das Bergklassement und hat uns die Arbeit abgenommen. Im Finale haben Milram und Lampre ordentlich Tempo gemacht – für uns war der heutige Tag bisher der leichteste!"

            Die Streckenführung der sechsten Etappe nach Antalya am Samstag hat nur eine nennenswerte Steigung auf dem Programm, auf die das Feld bereits nach 30 Kilometern treffen wird. Garcia Dapena kann sich daher in Ruhe auf den letzten Abschnitt am Sonntag vorbereiten.

     

     

    17.04.2008

    # 10

     

     ETAPPENSIEG EIN TROSTPREIS FÜR FILIPPO SAVINI
           
            Auf der Türkei-Rundfahrt sind die Italiener weiter unbesiegbar. Nach Alessandro Petacchi in Kusadasi, Mirco Lorenzetto in Bodrum und Matteo Priamo in Marmaris, gewann am Donnerstag Filippo Savini (CSF-Navigare) im Alleingang in Ölüdeniz. Der Spanier David Garcia Dapena, von seinen Mannschaftskameraden perfekt umsorgt, verteidigte sein Gelbes Trikot der Gesamtführung.

            Schon vor der Türkei-Rundfahrt hatte der Teamdirektor von CSF-Navigare, Bruno Reverberi, seinen Schützling Savini als Kapitän auserkoren: Er sollte für den Gesamtsieg ins Rennen gehen. Doch am Abend der 2. Etappe und der Ausreißergruppe von 19 Fahrern, die insgesamt 12 Minuten vor dem Feld im Etappenziel in Bodrum ankamen, war Savini klar, dass er seine Hoffnungen begraben und statt dessen einen Etappensieg anvisieren musste. Er wählte dafür die Ankunft in Ölüdeniz, die ihm mit ihrem letzten Anstieg von 8,1 Prozent Steigung über vier Kilometer wie für ihn gemacht erschien.

            Der Italiener ging also mit, als sich die Attacke des Tages mit u. a. mit Rouslan Ivanov (Serramenti), Sieger der Tour de Langkawi im Februar, Benoît Joachim (Astana), Luxemburgischer Meister, David Canada (Saunier Duval) sowie Aïtor Perez (Extremadura) formierte, die schließlich acht Fahrer zählen sollte. Aufmerksam beobachtete er seine Rivalen, ohne jedoch die eigenen Stärken zu vergessen.

            Savinis Plan ging auf, als er am Berg von Fethiye eine erste Attacke von Ivanov erfolgreich konterte. Auf der Abfahrt in Richtung Ölüdeniz hatte er bereits 30 Sekunden Vorsprung, und den Etappensieg sicher.

            "Von einem solchen Tag hatte ich geträumt", gab er zu. "Mehrmals habe ich mir vorgestellt, dass diese Etappe sich so perfekt für mich entwickelt. Ich brauchte etwas Glück und Intuition, um zum richtigen Zeitpunkt zu attackieren. Die Strecke war sehr anspruchsvoll. Ich bin froh, mir meine Kondition von der Tour de Langkawi bewahrt zu haben, wo ich eine Etappe gewann. Ein Rennsieg alle 45 Tage - der Rhythmus passt mir gut! Hoffentlich habe ich jetzt meinen Platz auf dem Giro sicher."

            David Garcia Dapena, weiter Gesamtführender, kam mit einem Rückstand von 2.13 Minuten zusammen mit dem Hauptfeld ins Ziel.

            "Meine Teamkameraden haben sehr hart gearbeitet", bedankte sich der zufriedene Spanier. "Sie haben wirklich alles gegeben. Die heutige Etappe war nur schwierig kontrollierbar. Die nächsten Abschnitte sind kürzer und werden hoffentlich weniger Probleme bereiten. Der heutige Tag stimmt mich hoffnungvoll für den Gesamtsieg."

     

     

    16.04.2008

    # 9

     

     PRIAMO UND GARCIA DAPENA ÜBERLISTEN DIE KONKURRENZ

            Die spanische Mannschaft Karpin Galicia übernahm am Mittwoch auf der dritten Etappe der Türkei-Rundfahrt zwischen Bodrum und Marmaris die Macht Über das Peloton. Der Italiener Matteo Priamo (CSF-Navigare) konnte sich im Finale den Etappensieg holen, doch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden ging an David Garcia DaPena, der seit dem Grand Prix von Istanbul im Hinblick auf den Gesamtsieg hoch gehandelt wird.

            Doch für die Hoffnungsträger im Gesamtklassement ist die Rundfahrt ist nicht leicht zu kontrollieren, da die Mannschaften nur über sechs Fahrer verfügen. Das Team von Mirco Lorenzetto, Sieger am Vortag in Bodrum, konnte sich jedenfalls nicht durchsetzen und mussten nach 20 Kilometern eine Fluchtgruppe gehen lassen, ohne darin vertreten zu sein.

            Insgesamt 14 Fahrer führten also auf dem dritten Teilstück das Rennen an, darunter fünf, die bereits am Dienstag in der Ausreißergruppe präsent waren: David Garcia Dapena und Gustavo Cesar-Veloso (Karpin Galicia), Peter Jacobs (Silence-Lotto), Alberto Benitez (Saunier Duval) und Danail Petrov (Benfica). Sie waren unter anderem in Begleitung von Matteo Priamo, Francis De Greef (Silence-Lotto), Juan-Joe Cobo-Acebo (Saunier Duval), Gregory Rast (Astana), Gregory Habeaux (Mitsubishi), Miguel Rubiano-Chavez (Centri della Calzatura) und Ruslan Ivanov (Serramenti).

            Das Feld gab die Verfolgung nicht auf, doch aufgrund der zu meisternden Hügel am Meeresufer blieben die Ausreißer auf Distanz.

            „Ich bin bei allen Konterattacken mitgesprungen“, kommentierte der 26-Jährige Priamo, Fan von Erik Zabel, der 2007 eine Etappe der Tour de Picardie gewann. „Ich habe Rubiano-Chavez im letzten Anstieg acht Kilometer vor dem Ziel nicht alleine gehen lassen, und dass die beiden Fahrer von Karpin-Galicia zu uns aufgeschlossen sind, kam mir zupass. Sie waren am Gesamtklassement interessiert, und haben ordentlich Tempo gemacht. So konnte ich mich auf den Etappensieg konzentrieren. Dieser Erfolg stimmt mich hoffnungsvoll im Hinblick auf den Giro.“

            Der Drittplatzierte der Etappe und Gesamtführende Garcia Dapena genoss den Zuschauerapplaus sichtlich und schien den schönsten Tag seiner Karriere zu erleben.

            „Von Anfang an hatte ich den Gesamtsieg über die Türkei-Rundfahrt anvisiert“, erklärte er. „Jetzt bin ich im Vorteil, und werde alles tun, dieses Trikot zu verteidigen. Es fühlt sich sehr gut an, es zu tragen. Wenn ich es am Sonntag in Alanya immer noch habe, werde ich sehr stolz sein, eine Landesrundfahrt gewonnen zu haben.“

     

    15.04.2008

    # 8

     

     LORENZETTO TUT ES SEINEM FRÜHEREN KAPITÄN GLEICH

            Mirco Lorenzetto (Lampre) hat die richtige Wahl getroffen. Letzten Winter verließ der Italiener seinen früheren Mannschaftskapitän Alessandro Petacchi, um sich die Chance zu geben, selbst Rennen zu gewinnen. Nun siegt er, einen Tag nach Petacchis Triumph in Kusadasi, bei der zweiten Etappe der Türkei-Rundfahrt und nimmt darüber hinaus seinem Landsmann das Führungstrikot ab.

            Aufgrund starken Windes an der türkischen Küste entlang brach das Hauptfeld 20 Kilometer nach Etappenstart in mehrere Gruppen auseinander. Zwanzig Fahrer konnten sich absetzen. Der Träger des gelben Trikots, Petacchi, gab jedoch keine Order zur Nachführarbeit, da der Gesamtsieg nicht das Hauptziel des Italieners ist.

            Schnell wurde klar, dass die Gruppe das Ziel vor dem Hauptfeld erreichen würde. In rasendem Tempo (95 Kilometer wurden innerhalb von 2 Std. 10 Min. zurück gelegt) jagten u. a. Jose Azevedo (Benfica), Danilo Hondo (Serramenti-PVC Diquigiovanni) und sein Teamkamerad Francesco Ginnani, Zweitplatzierter des Grand Prix von Istanbul am Sonntag, Gabriele Missaglia und Tiziano Dall'Antonia (CSF-Navigare), David Canada und Jose-Alberto Benitez (Saunier Duval), Dries Devenyns und Peter Jacobs (Silence-Lotto), Gustavo Cesar-Veloso (Karpin Galicia), Mirco Lorenzetto, Mauro Santambrogio und David Loosli (alle Lampre) dem Ziel in Bodrum entgegen.

            Allerletzte Konterversuche von u.a. Hondo blieben erfolglos, und Lorenzetto setzte sich schließlich im Sprint gegen seine Gefährten durch.

            „Da wir zu dritt waren, habe ich Hondo beobachtet und meine Teamkollegen behielten die Gruppe im Auge“, erklärte Lorenzetto, der mit diesem Erfolg den dritten Sieg seiner Karriere verbuchte. „Als Hondo attackiert hat, bin ich mitgegangen, und danach habe ich selbst angegriffen, um meine Kondition zu testen. Die Ankunft war eher für mich gemacht als für Dall’Antonia. Ich hoffe aber, dass er es sein wird, der mein Führungstrikot übernimmt, da wir gute Freunde sind und zusammen trainieren. Denn ich werde den Gesamtsieg nicht für mich entscheiden können: es warten noch einige Berge auf uns!“

     

    14.04.2008

    # 7

     

     PETACCHI SIEGT UM EINEN ZENTIMETER


            Alessandro Petacchi vom deutschen Team Milram konnte auf der ersten Etappe der Türkei-Rundfahrt wieder an den Erfolg anknüpfen. Am Ufer der Ägäis war der Italiener um einen Zentimeter schneller als der Argentinier Ruben Bongiorno (CSF-Navigare). Der Spanier Javier Benitez fuhr auf den dritten Platz. Petacchi, der mit dem Etappensieg auch das Trikot des Gesamtbesten übernahm, hat somit sein Ziel bereits erreicht.


            Nach dem Startschuss in Izmir fuhren zunächst drei andere Fahrer ins Rampenlicht: Der Tscheche Josef Soukup (Sparta Prag), der Deutsche Christoph Menschenmoser (Team Ista) und der Ire Sean Lacey zählten einen
    maximalen Vorsprung von 5.20 Minuten vor dem Hauptfeld, doch spätestens in Efes, Sterbeort der Jungfrau Maria, wurde klar, dass ihr Ausreißversuch nicht von Erfolg gekrönt sein würde. Zwanzig Kilometer vor dem Etappenziel in Kusadasi spannte Petacchi seine Teamkameraden vor das Peloton, und das Rennen begann erneut.

            Unter der Order von Marco Velo holte Milram die Ausreißer ein, obwohl der erste Hitzewelle des Jahres (30 Grad Celsius) die Nachführarbeit nicht erleichterte.

            Nach einer gescheiterten Konterattacke von Rubens Bertogliati (Saunier Duval), der 2002 eine Etappe der Tour de France gewann, Gustavo Cesar Veloso (Karpin Galicia) und Piergiorgio Camussa (NGC Medical) zehn
    Kilometer vor dem Ziel entschied sich der verunsicherte Petacchi für eine leicht abgeänderte Rennstrategie.

            „Nach Mailand-San Remo war ich krank und musste Antibiotika nehmen“, erklärte der Sieger im Ziel. „Ich konnte mich nur fünf Tage auf die Rundfahrt vorbereiten und bin somit nur auf 50 Prozent meiner Form. Daher
    entschied ich, dass es das Beste sei, den Sprint früh zu eröffnen.“

            Petacchi zog den Sprint auf der Straßenmitte an und profitierte daher von einer Kurve 200 Meter vor dem Ziel. Trotzdem wäre er Bongiorno um Haaresbreite unterlegen gewesen.

            „Es ist schade drum, aber Bongiorno wurde um nur einen Zentimeter geschlagen“, musste sein Sportdirektor Fabiano Fontanelli zugeben, nachdem er das Fotofinish gesehen hatte.

            „Mir war klar, dass es eng sein würde“, so Petacchi weiter, „aber ich meinte trotzdem, gewonnen zu haben. Meine Mannschaft hat wirklich gut gearbeitet. Es war hart für mich, obwohl die Wärme mir gut getan hat. Mein
    Sprint war keine Meisterleistung, aber ich habe eben noch nicht zu der Form wieder gefunden, die ich vor einem Monat hatte. Trotzdem habe ich gewonnen, und das ist schließlich, was zählt!“

            Der Sieg über die erste Etappe der Türkei-Rundfahrt ist Petacchis siebter Erfolg dieses Jahr. Somit führt der Italiener erneut die Rangliste über die meisten Siege an.

     

    13.04.2008

    # 6

     

     ISTANBUL GRAND PRIX VOLLER ERFOLG FÜR GREGORY RAST

     

            Der Auftakt der 44. Türkei-Rundfahrt, der Istanbul Grand Prix am Sonntag, hat seinem Namen aller Ehre gemacht. Der 30 Mal zu fahrende Rundkurs durch die historische Altstadt führte sowohl an der Blauen Moschee sowie der Basilika Hagia Sophia vorbei. Der Schweizer Gregory Rast (Astana) entschied das Eröffnungskriterium im Sprint vor seinen vier Fluchtgruppengefährten für sich.


            Zahlreiche Zuschauer am Straßenrand, ideale Renntemperaturen und eine spektakuläre Abfahrt sowie ein gepflasterter Anstieg machten den Wettkampf einzigartig. Schon vor dem Startschuss wusste Rast, dass diese anstrengende und taktisch herausfordende Strecke wie für ihn gemacht war.


            "Als ich gestern ankam, wusste ich nicht, was mich erwartet", erklärte der Schweizer im Ziel. "Als ich mir aber heute morgen den Kurs angeschaut habe, war mir klar - das Ding ist für mich! Mit dem gepflasterten Anstieg und der Abfahrt ähnelte das Rennen der Flandern-Rundfahrt, bei der ich am letzten Sonntag Dreizehnter geworden bin. Jetzt bin ich darüber hinweg, heute nicht Paris-Roubaix bestritten zu haben!"


            Von Anfang an wurde schnell gefahren. Die Fahrer der Serramenti-PVC Diquigiovanni Mannschaft hielten das Tempo hoch, und die ersten Runden (2,54 km) wurden innerhalb von vier Minuten absolviert. Die erste Attacke ging auf das Konto von Rouslan Ivanov, dem Sieger der diesjährigen Tour de Langkawi. Eine Runde später schlossen sein Teamkamerad Francesco Ginnani, Gustavo Cesar Veloso (Karpin Galicia) und Matteo Priamo (CSF-Navigare) zu ihm auf. Gregory Rast, zusammen mit David Garcia Dapena, taten es ihnen kurz darauf gleich.

            Beim vierten Durchlauf teilte ein Massensturz auf der Abfahrt das Hauptfeld in zwei Gruppen. Die Fahrer, die mehr als zwei Minuten Rückstand hatten, mussten das Rennen aufgeben. Der Istanbul Grand Prix zählt jedoch nicht für die Gesamtwertung der Türkei-Rundfahrt, daher werden alle Fahrer am morgigen Montag in Izmir am Start der ersten Etappe sein.


            Letztlich schlossen zwei weitere Ausreißer zur Fluchtgruppe auf, Gabriele Missaglia (Serramenti-PVC Diquigiovanni) und Miguel Rubiano-Chavez (Centri della Calzatura), doch beide mussten ihre Anstrengungen im Finale teuer bezahlen.

            "In der Ausreißergruppe musste ich hochkonzentriert bleiben und meine Mitstreiter gut beobachten, weil ich sie fast gar nicht kannte", erklärte Rast weiter. "Jede Runde wurde ich sicherer. Ich wusste nicht, ob ich in einem Sprint der Schnellste sein würde, aber ich fühlte mich stark. Als Cesar Veloso fünf Runden vor dem Ziel attackierte, bin ich sofort mitgegangen. Im Sprint hatte ich schließlich keine Probleme. Der Sieg ist herrlich. Ich übe diesen Beruf schließlich nicht nur aus, um zu trainieren, sondern um Wettkämpfe auszutragen und wenn möglich zu gewinnen. Heute habe ich ein sehr schönes Rennen gewonnen."


            Der aus Zug, derselben Region wie Tony Rominger stammende Rast war 2004 und 2005 Schweizer Meister und letztes Jahr Sieger der Luxemburg-Rundfahrt.

     

    09.04.2008

    # 5

     

            .: Please click HERE in order to see English version

     

     DANILO HONDO GOES BACK ON THE PATH OF HIS EXPLOITS FROM 12 YERARS AGO!

     

    08.04.2008

    # 4

     

    MERT MUTLU UND KEMAL KÜÇÜKBAY HABEN NUR EINES IM SINN: GEWINNEN!

            Mert Mutlu (34) und Kemal Küçükbay (26) fahren für die türkische Mannschaft Brissa. Die beiden Landsleute können es kaum erwarten, nächste Woche zusammen mit Rad-Stars wie Alessandro Petacchi und Andreas Klöden die Türkei-Rundfahrt zu bestreiten. Zweifellos wird das Etappenrennen für die Zukunft des Radsports in ihrem Land ein Meilenstein sein.

            "Ich bin 34 Jahre alt und in Bulgarien geboren, wo ich meine ersten Rennen ausgetragen habe", erzählt Mutlu. "Ich gehe fest davon aus, dass die Türkei-Rundfahrt von großer Bedeutung sein und den Radsport in unserem Land voran bringen wird."

            Der jüngere Küçükbay ist, wie Mutlu, ein guter Kletterer. Aus der Region Sivas stammend, fuhr er als Kind mit dem Rad zur Schule. "Jetzt ist das Radfahren mein Beruf", sagt er stolz. "Dieses Rennen wird das wichtigste meiner Karriere sein. Eine Woche lang gegen die Allergrößten meines Sports anzutreten, spornt mich ungemein an. Aber es wird mir vor allem helfen, herauszufinden, wie meine Zukunft aussehen soll."

            Mit seinen 34 Jahren steht für Mutlu eine Karriere in Europa nicht mehr zur Debatte. Doch hofft er, dass die Nähe zu den großen Champions ihm bei seiner beruflichen Veränderung zum Teammanager helfen wird. Gewissenhaft hat er sich auf 'seine' Rundfahrt vorbereitet und wird, wie alle Teilnehmer, am Sonntag mit dem hehren Ziel eines Etappensieges am Start in Istanbul stehen.

            "Jeder träumt davon, zu gewinnen. Mir ist klar, dass es sehr schwierig sein wird", gibt er zu. "Trotzdem bin ich bereit, die Herausforderung anzunehmen."

            Um ihren Traum zu verwirklichen, zählen Mutlu und Küçükbay auf die Hilfe ihrer Teamgefährten, des Bulgaren Svetoslav Tchanliev und der Kasachen Bakhtiar Mamyrov, Pavel Nevdakh und Aleksandr Dymovskikh.

            "Wir fahren jetzt seit mehreren Jahren zusammen und sind perfekt aufeinander abgestimmt", fügt Mutlu hinzu. "Ich spreche Russisch, daher verstehen wir uns gut. Wir feuen uns sehr darauf, bald ein so wichtiges Rennen zu bestreiten!"

     

     

    03.04.2008

    # 3

     

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    GIANNI SAVIO: "HELP CYCLING GROW UP IN TURKEY"
     

    01.04.2008

    # 2

     

    TÜRKEI-RUNDFAHRT: ASTANA HAT ETAPPENSIEG IM VISIER

            Tomas Vaitkus im Aufgebot für Massensprints

            Das Team Astana, diese Saison von zahlreichen europäischen Rennen ausgeschlossen, sieht die anstehende Türkei-Rundfahrt als Chance, die Einladung der Organisatoren mit mindestens einem Sieg zu honorieren. Sportdirektor Alain Gallopin sieht dem Rennen mit Freude und Ehrgeiz entgegen.

            "Anhand des gewohnten Kalenders letzten Winter war dieser Wettkampf nicht Teil unserer Planung gewesen", erklärt Gallopin. "Doch aufgrund der jüngsten Ereignisse, und weil unsere Fahrer so oft wie möglich Rennen bestreiten sollen, ist die Türkei-Rundfahrt eine wunderbare Chance für uns geworden. Eine technische Arbeitslosigkeit unserer Fahrer ist für uns unvorstellbar."

            Während in Europa die Klassiker ausgetragen werden, schickt die kasachische Equipe also ein hochmotiviertes Kontingent nach Istanbul, wo am am 13. April das Eröffnungskriterium der Rundfahrt stattfindet. "Zum gleichen Zeitpunkt werden wir die Baskenland-Rundfahrt und die Tour de Georgia bestreiten, die ebenfalls sehr wichtig für uns sind", so Gallopin weiter. "Doch unser Team für die Türkei ist äußerst effektiv: Mit Tomas Vaitkus können wir mit Sicherheit mindestens eine Etappe gewinnen, auch wenn Alessandro Petacchi vom Team Milram mit seinen wichtigesten Anfahrern am Start ist. Vaitkus gewann vor zwei Jahren einen Massensprint beim Giro d'Italia, und war diese Saison bereits bei einer Etappe der Algarve-Rundfahrt und der Ronde van de Groene Hart in den Niederlanden erfolgreich. Wir werden ihm erfahrene Teamkollegen, aber auch junge Kasachen zu Seite stellen - zum Beispiel den vielversprechenden Andrei Zeits."

            Darüber hinaus soll ebenfalls der Tour de France-Zweite von 2004, Andreas Klöden, dem Kader in der Türkei angehören. Doch das Rennprogramm des Deutschen ist noch nicht abgeschlossen: die Mannschaftsleitung könnte den im Moment erkrankten Klöden auch für den Circuit de la Sarthe oder die Baskenland-Rundfahrt aufstellen.

            "Dies wird sich in den nächsten Tagen entscheiden", versichert der Sportdirektor des Astana-Teams. "Mein Ziel ist es, neue Radsport-Gebiete zu ergründen, und die Bedingungen in der Türkei sind ideal für die Mannschaften. Das Kriterium in Istanbul ist frühzeitig am Tag geplant, so dass der Transfer nach Izmir in aller Ruhe erfolgen kann. Danach werden wir immer in den Etappenzielen übernachten, was ein Höchstmaß an Erholung für die Fahrer bedeutet. Und das an traumhaften Urlaubsorten... Die Türkei-Rundfahrt ist sehr ansprechend. Wir möchten uns auch bei den Organisatoren bedanken, die uns dieses Jahr auf ihre Rennen einladen, und das Organisationskomittee der Türkei-Rundfahrt gehört zu denjenigen, die uns wirklich dabei haben wollen. Ich verspreche, dass wir vom 13. bis zum 20. April einen sehr schönen Wettkampf abliefern werden!"
     

     

    25.03.2008

    # 1


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     WELCOME TO THE PRESIDENTIAL TOUR OF TURKEY